Bedürfnisgerechtes Pferdetraining - Wieso überhaupt?!


 

Yeah, endlich schaffe ich es auch mal, mein Debüt im Pferde-Blog zu geben.

 

 

Lange Zeit habe ich mich im Blog auf das Thema Hund konzentriert und selbst da für das Schreiben von Artikeln nicht so wirklich regelmäßig Zeit gefunden. Das versuche ich jetzt zu ändern und zukünftig in allen 3 Bereichen (Hund, Katze und Pferd) regelmäßig Input zu liefern.

 

 

 

Ja….bedürfnisgerechtes Training in der "Pferdewelt"….puuuh, wo fange ich da jetzt an? 😅

 

 

In meiner täglichen Arbeit und auch allgemein im Gespräch mit „Pferdemenschen“ muss ich leider immer wieder feststellen, dass die ganz alten „Zöpfe“ noch lang nicht abgeschnitten, sondern eher immer noch weiter „geflochten“ werden. Gut zu beobachten auch bei diversen TV-Trainern und leider absolut vergleichbar mit der „Hundewelt“.

 

 

Ich stelle fest, dass die meisten Menschen leider immer noch in diesem Dominanz-Denken feststecken und da nicht so recht herausfinden. Sowohl in der "Hundewelt", als auch in der "Pferdewelt" muss sich wirklich noch viel ändern….dennoch erfreut es mich zu sehen, dass die Anzahl der „Pferdemenschen“ täglich doch langsam steigt, die sich mit dem positiven Umgang und der bedürfnisgerechten Ausbildung von Pferden beschäftigen möchten, neue „Ufer“ ausprobieren und freudig feststellen, dass das tatsächlich funktioniert….und vor allem so gut funktioniert, dass das Pferd aus Spaß an der Sache mitmacht und nicht aus Angst und Unbehagen vor dem Druck, der sonst zu erwarten ist.

 

 

Ja, auch ich komme selbstverständlich aus der ursprünglichen Reiterei, auch ich habe „ganz normalen“ Reitunterricht gehabt, wurde mit zarten 10 Jahren schon an den Gebrauch der Gerte beim „widerspenstigen“ Pferd herangeführt. Auch mir wurde gezeigt, wie man sich gegen das Pferd zu „behaupten“ hat, damit es einem nicht auf der Nase rumtanzt…dass man nur genug Druck ausüben muss, bis das Pferd mich als „Chef“ wahrnimmt und meinem Druck weicht, sich unterordnet.

 

 

Ja, auch ich habe das viele Jahre praktiziert…immer mit schlechtem Bauchgefühl…aber ich habe es gemacht. „Weil es sich nun mal so gehörte“ und „Weil das Pferd viel kräftiger ist als ich und wenn es sein Potential ausschöpft, sehe ich alt aus“…. Ich denke solche und ähnliche Sprüche kennt jeder „Pferdemensch“.

 

 

Ich kann die Leute verstehen, die es so machen und das gut und ok finden. Ich kann es absolut nachvollziehen. Sie wissen es nicht besser…..es ging mir ja genau so.

 

 

Nun ja…damit kommt man einige Zeit ganz gut und „relativ nett“ durch….bis man an das EINE Pferd gerät. Das EINE Pferd, das Dir klar macht, dass es diese Methoden überhaupt gar nicht akzeptieren wird. Das EINE Pferd, dass Dir eindrucksvoll klar macht, dass wenn Du auch nur daran denkst den Druck im Training weiter zu erhöhen, weiter auf Konfrontation zu gehen, Dir mal zeigt, was es noch so an Verhalten im Petto hat.

 

 

Dieses EINE Pferd lernte ich kennen, als ich zarte 18 Jahre alt war. Die Stute war meine Lehrmeisterin, führte mich anfänglich an meine (nervlichen) Grenzen….und ich liebe sie heute noch dafür.

 

Ihr habe ich es zu verdanken, dass ich meine komplette Denkweise in Sachen Tiertraining überdacht und geändert habe. Ihr haben ALLE Tiere unseres Haushaltes (Hunde, Frettchen usw.), die nach dieser Erfahrung bei uns eingezogen sind, zu verdanken, dass ich das positive Training für mich entdeckt habe und jedes Tier direkt von Beginn an davon profitieren konnte.

 

 

Dieses EINE Pferd und ich waren später ein Herz und eine Seele. Ich möchte mit meinem Blog und mit meiner täglichen Arbeit gegen all die veralteten Methoden der „Pferdewelt“ ankämpfen, aufklären und Menschen im Umgang mit ihren Pferden zu einer besseren, vertrauensvolleren Basis verhelfen.

 

 

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